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Das horsebetting.ch-Rennsport-Lexikon

Hier finden Sie (hoffentlich) alles, was Sie schon immer über Pferderennen fragen wollten - falls nicht, kontaktieren Sie uns doch bitte...

 

Dieses Lexikon befindet sich noch im Aufbau. Die Zeit hat nicht für alles gereicht! Aber wir arbeiten dran.

 

Falls Sie einen Begriff erklärt haben möchten, der noch nicht in unserem Turf-Lexikon aufgeführt ist, zögern Sie bitte nicht, uns zu kontaktieren.

 


horsebetting.ch: Damit Sie beim Wetten jedes Hindernis mühelos überqueren (Franco Castioni)

 

A

 

Aufgalopp

Vor dem Rennen absolvieren die Galopper einen Aufgalopp auf dem Weg zum Start. Dieser dient zur Lockerung und zum Aufwärmen der Muskeln.

(Tipp für Wetter: Schauen Sie sich den Aufgalopp der Pferde möglichst genau an. Mit der Zeit entwickeln Sie ein Gefühl dafür, welches Pferd sich für eine "last-minute-Wette" besonders anbietet)

 

 

Abstand

Damit ist die Entfernung zwischen den einzelnen Pferden im Ziel gemeint (immer vom 1. zum 2.; dann vom 2. zum 3. und so weiter). Eine Pferdelänge entspricht etwa 2.40 Meter. Der knappste aller Abstände ist "Nase". Dann folgt "kurzer Kopf", "Kopf" und dann "Hals" (in Frankreich gibt es auch noch "courte encolure", also "kurzer Hals"). Die nächsthöhere Einheit ist eine Viertellänge, dann halbe Länge, Dreiviertellänge und schliesslich 1 Länge. Von da an wird in Viertelllänge-Unterschieden gemessen, also z.B. 1.75 Längen, oder 9.25 Längen etc.

Ein Abstand von mehr als 10 Längen wird in Frankreich (im Gegensatz z.B. zu Deutschland oder England) nicht mehr ausgemessen, es wird einfach "Weile" (oder auf Französisch "loin") protokolliert.

 

B

 

Blender

Unter diesem Begriff gibt es zwei Erklärungsmöglichkeiten. Zum einen wird so ein Pferd bezeichnet, das scheinbar alle Voraussetzungen für Spitzenleistungen mitbringt, hervorragend aussieht und meist auch im Training stark geht - aber dies im Rennen nicht umzusetzen vermag.
Zum zweiten ist dies die Abkürzung für Seitenblender, ein Hilfsmittel für Pferde, von denen der Trainer möchte, dass sie sich besser konzentrieren. Dabei handelt es sich um Fell-Streifen, welche seitlich am Zaum des Pferdes befestigt werden, so dass das Sehfeld des gegen hinten eingeschränkt ist (jedoch weniger stark als bei Scheuklappen). 

Viele Wetter setzen beim ersten Start mit Seitenblendern auf den Überraschungseffekt, welcher nicht selten eine Leistungsverbesserung zur Folge hat.
In den Rennprogrammen sind Seitenblender mit der Abkürzung "S.B." angegeben. Die Franzosen bezeichnen die Seitenblender als "oeillères australiennes".

 

Blinkers

Siehe unter Scheuklappen

 

 

Boden

Auch "Geläuf" genannt im Rennsport-Jargon. Der Boden ist einer der wichtigsten Einflussfaktoren auf die Leistung eines Pferdes. Es gibt Spezialisten, die nur auf festem, gutem oder tiefem Boden sehr gut laufen. Andere wiederum sind mehr oder weniger unabhängig von der Beschaffenheit des Untergrunds. Als Wetter sollten Sie unbedingt darauf achten, ob Ihr Favorit mit speziellen Bodenbedingungen zurecht kommt. 
Auf Gras wird die Durchlässigkeit des Bodens vor dem ersten Rennen von der Rennleitung mit einem geeichten Gerät (dem Penetrometer) gemessen. Die Interpretation der Werte (gemessen wird, wie tief ein Eisenbolzen sich in den Boden bohrt) ist in Deutschland und in Frankreich unterschiedlich. Während in Deutschland z.B. ein Wert von 5 als weich gilt, ist in Frankreich dort bereits die Schwelle zwischen "lourd" und "très lourd", was den beiden Extremwerten am unteren Ende entspricht. In Frankreich lautet die Klaviatur der Bodenwerte wie folgt: Très léger (bis 2.2), léger (2.3 bis 2.7), bon/léger (2.8 bis 2.9), bon (3.0 bis 3.2), bon/souple (3.3 bis 3.4), souple (3.5 bis 3.7), très souple (3.8 bis 4.1), collant (4.2 bis 4.5), lourd (4.6 bis 5) und très lourd (ab 5.1) 

Grundsätzlich reicht es für ein Grundverständnis zu unterscheiden zwischen: Fest (bis ca. 2.9), gut (3.0 bis etwa 4.5), weich (4.5 bis etwa 5.5) und tief (mehr als 5.5). 

Wichtig ist auch zu beachten, dass sich der Zustand des Geläufs im Laufe eines Renntages markant verändern kann. Wenn es während der Rennen regnet, wird die Bahn deutlich tiefer. Während es z.B. bei Wind und Sonnenschein unter Umständen abtrocknet.

In Frankreich gibt es mehr und mehr PSF-Bahnen (Fibresand-Pisten; siehe auch unter PSF). Es gibt Spezialisten unter den Pferden, auch das müssen Sie als Wetter beachten.

 

C

 

Charakter

Menschen mit Charakter mögen wir ja grundsätzlich. Bei Pferden ist dieser Begriff fast ausschliesslich negativ gemeint. Es sei, denn es ist explizit bei einem Pferd von "gutem Charakter" die Rede. Pferde mit Charakter bringen in der Regel nicht die Leistung, die sie aufgrund der körperlichen Voraussetzungen bringen müssten. Sie strengen sich im Rennen nicht über Gebühr an. Im Jargon heisst es dann auch, sie seien nicht "ehrlich". Charakter zu haben, kann aber auch bedeuten, dass damit betitelte Pferd schwierig im Umgang ist.

 

D

 

Distanzen

Neben dem Boden ist die Distanz ein ausgesprochen wichtiger Faktor bei der Chancenbeurteilung eines Pferdes. Bei den Trabern spielt die Distanz nicht eine ganz so grosse Rolle (es gibt Traber, die innert Wochenfrist über die Meile und über 3800 Meter laufen können - was für einen Galopper nahezu undenkbar wäre). Bei den Galoppern können schon 200 Meter mehr oder weniger unter Umständen sehr viel ausmachen.

Prinzipiell teilt man die Distanz-Spezialisten etwa in folgende Kategorien ein: Sprinter/Flieger (bis ca. 1200/1400 Meter),  Meiler (von 1400 bis etwa 1800m), Mitteldistanzler (von ca 1800 bis 2200m) und Steher (Spezialist für Distanzen ab ca 2200 Metern; die klassische Distanz der meisten Derbys und des Arc de Triomphe ist 2400 Meter).

 

 

Disqualifikation

Für eine Disqualifikation gibt es mehrere Gründe. In Trabrennen werden Perde disqualifiziert, die (über eine zu lange Strecke oder verhältnismässig kurz vor dem Ziel; je nach Rennreglement) nicht korrekt getrabt oder gar galoppiert sind.
Disqualifiziert werden jedoch auch Pferde, welche die Zulassungsbedingungen für das Rennen, welches sie bestritten haben, nicht erfüllt hatten. Dies geschieht nachträglich. Auch wenn ein Jockey nach einem Rennen nicht das vorgeschriebene Gewicht zurück zur Waage bringt, muss die Rennleitung das Pferd disqualifizieren.

 

E

 

Einlauf

Keine Angst, das hat rein gar nichts mit den im Mittelalter als Allheilmittel verschriebenen Einläufen zu tun. Vielmehr handelt es sich dabei um die Bezeichnung für die Zielgerade oder die Reihenfolge im Ziel. Wenn der Speaker (siehe dort) den Einlauf bekannt gibt, hören die Zuschauer besonders nach einer Zielfoto-Entscheidung ganz genau zu.

 

 

 

F

 

Führring

Im Führring werden die Pferde vor dem Rennen im Kreis herum geführt (deshalb Führring...). Zum einen geht es darum, die Pferde dem Publikum zu zeigen. So können sich alle ein Bild von der aktuellen körperlichen Verfassung (dick, dünn, fit, nass geschwitzt etc.) der Pferde machen und sich ihren Favoriten aussuchen. Zum zweiten erhalten die Jockeys (in der Regel im Beisein der Besitzer der Pferde) im Führring die letzten taktischen Anweisungen vom Trainer, die sogenannten Orders (siehe auch dort). Ein oft vergessener Aspekt: Auch für den Rennleitungs-Tierarzt ist der Führring wichtig. Er schaut sich die Pferde vor dem Rennen ganz genau an, um allenfalls zu intervenieren, wenn ihm eine Unregelmässigkeit auffällt.

 

G

 

Geläuf

siehe Boden

 

 

J

 

Jockey

Längst nicht jeder Rennreiter ist ein Jockey. Amateur-Rennreiter werden nie Jockey genannt. Und auch Berufsrennreiter erst dann, wenn sie 50 Siege erreicht haben. Vorher sind sie "normale" Rennreiter. Ein Turf-Bonmot sagt, dass Jockeys prinzipiell immer hungern: Die erfolglosen, weil sie kein Geld haben, und die erfolgreichen, um die verlangten Gewichte reiten zu können.

 

 

 

O

 

Order(s)

Wörtlich handelt es sich dabei um die Anweisungen, welche der Trainer dem Jockey (oder dem Fahrer) mit auf den Weg gibt. Je nach dem, wie gut ein Reiter das Pferd kennt, können den Orders entscheidende Bedeutung zukommen. Ein Franck Nivard mit Ready Cash bekommt von Thierry Duvaldestin jedoch keine Orders mehr. Der Jockey/Fahrer tut gut daran, die Orders so gut wie möglich umzusetzen. Spitzenkönner ihres Fachs zeichnen sich jedoch oft gerade dadurch auf, im Rennen blitzschnell eine sich neu ergebende Situation zu erkennen und entsprechend die Taktik umzustellen.

 

P

 

Pace

Mit Pace (nicht zu verwechseln mit Peace...) ist das Tempo eines Rennens gemeint. Der Leader macht die Pace, wie es heisst. Was nicht zu verwechseln ist mit einem Pacemaker (siehe dort). Das Tempo hat oft entscheidenden Einfluss auf den Ausgang des Rennens. Vor allem bei verbummelten Rennen, gewinnen oft nicht die gemeinten Pferde - im Vorteil sind in solchen Fällen diejenigen, die im Vordertreffen mitgaloppiert sind.

 

Pacemaker

Ein Pacemaker sorgt dafür, dass unterwegs ein bestimmtes Tempo gelaufen wird. Ziel ist nicht wie in der Leichtathletik ein Rekordlauf, sondern einem Stallgefährten (in der Regel ein Speedpferd, das bei hohem Grundtempo seine Endschnelligkeit besser zur Geltung bringen kann) den bestmöglichen Rennverlauf zu servieren.

 

PSF (= piste en sable fibré)

Seit der Jahrtausendwende sind Fibresandbahnen (die ausschliesslich für Galopper sind) auch in Frankreich immer mehr in Mode gekommen. Insbesondere im Winter bieten sie deutliche Vorteile gegenüber den dann oft tiefen oder sogar unpraktikablen Grasbahnen. Chantilly Deauville, Pau, Cagnes-sur-Mer oder auch Lyon-La-Soie haben PSF-Bahnen. Oft sind Pferde mit amerikanischer Abstammung (wo der Grossteil der Rennen auf sogenannten Dirt-Bahnen stattfinden) auf PSF gut aufgehoben.

Aus Wetter-Sicht: Es gibt absolute PSF-Spezialisten, die auf Grasbahnen nicht annähernd so gut laufen. Beim Wechsel zurück auf ihre bevorzugte Unterlage, sind sie unbedingt zu beachten.

 

 

pullen

Abgeleitet vom englischen "to pull" (ziehen). Wenn ein Pferd einen ungestümen Vorwärtsdrang an den Tag legt und nicht auf den bremsenden Fahrer/Reiter hört, spricht man von pullen. Das Pferd verausgabt sich dann meist, indem es mit dem Reiter/Fahrer kämpft, und ist im Endkampf oft müde. Lieber hat man Pferde, die völlig relaxed traben/galoppieren und erst im entscheidenden Moment, wenn der Reiter/Fahrer es auffordert, in den "Kampfmodus" umschalten.

 

 

R

 

 

Rails

(nicht zu verwechseln mit den Railings auf einem Schiff). Mit Rails ist die Begrenzung links und rechts des Geläufs gemeint, gewissermassen die Zäune rund um die Rennbahn. Sie bestehen grob geschrieben aus Pfosten im Boden mit waagrechten Latten oben drauf. Heutzutage sind die Rails auf den allermeisten Rennbahnen aus Plastic, was die Verletzungsgefahr deutlich reduziert hat. 

 

 

Rennleitung

Die Rennleitung überwacht am Renntag das Geschehen und ist für den korrekten, fairen Ablauf der Rennen verantwortlich. Bei Verstössen gegen das entsprechende Rennregelment kann sie gegen fehlbare Reiter/Fahrer Strafen oder Disqualifikationen aussprechen. Bei Behinderungen ist auch eine Rückversetzung hinter das behinderte Pferd möglich.

 

 

S

 

Scheuklappen

Auch Blinkers genannt. Dies ist ein Hilfsmittel der Ausrüstung, welches das Sehfeld des Pferdes (gegen hinten und je nach Modell auch seitlich) einschränkt, um eine bessere Fokussierung nach vorne zu erreichen. Es gibt Pferde, die mit Scheuklappen markant besser laufen. Vor allem beim ersten Start mit diesem "Setup", gilt es als Wetter stets vorsichtig zu sen.
Als Phänomen ist zu beobachten: Je tiefer die Rennklasse eines Rennens, desto mehr Pferde tragen Scheuklappen und Seitenblender.

In den Rennprogrammen (bei den Galoppern ist die Angabe Pflicht, nicht so bei den Trabern) sind Scheuklappen mit "Skl" abgekürzt. In Frankreich heissen sie "oeillères".

 

Seitenblender

Dies ist ein Hilfsmittel für Pferde, von denen der Trainer möchte, dass sie sich besser konzentrieren. Dabei handelt es sich um Fell-Streifen, welche seitlich am Zaum des Pferdes befestigt werden, so dass das Sehfeld des gegen hinten eingeschränkt ist (jedoch weniger stark als bei Scheuklappen). Viele Wetter setzen beim ersten Start mit Seitenblendern auf den Überraschungseffekt, welcher nicht selten eine Leistungsverbesserung zur Folge hat.
In den Rennprogrammen (bei den Galoppern ist die Angabe Pflicht, nicht so bei den Trabern) sind Seitenblender mit der Abkürzung "S.B." angegeben. Die Franzosen bezeichnen die Seitenblender als "oeillères australiennes".

 

Speaker

(in Deutschland: Rennbahnsprecher). Der Speaker ist zum einen das Sprachrohr der Rennleitung und gibt über Lautsprecher deren Mitteilungen bekannt. Zudem kommentiert er für die Zuschauer die Rennen, welche er aufgrund einer bevorzugten Position (auf einem Richterturm oder oben auf der Tribüne) besser sehen kann als der Grossteil der Anwesenden.

 

Speed

Damit ist nicht das Tempo unterwegs (siehe Pace) gemeint. Mit Speed bezeichnet man die Endgeschwindigkeit, den Endspurt, den ein Pferd in der Zielgeraden entwickeln kann. Es ist die Fähigkeit aus vollem Galopp, noch einmal beschleunigen zu können. Speedpferde brauchen in der Regel schnelle Rennen, um aus ihrer höheren Endgeschwindigkeit Kapital schlagen zu können. In einem langsamen Rennen, haben am Ende alle (oder zumindest viele) Gegner noch Reserven.

 

 

T

 

Totes Rennen

Keine Angst, hier stirbt niemand. Mit "totem Rennen" wird die Situation bezeichnet, dass zwei (oder mehrere) Pferde genau gleichzeitig ins Ziel gekommen sind oder noch genauer formuliert, dass auf dem Zielfoto (siehe auch dort) kein Unterschied zwischen den Pferden auszumachen ist. 

 

Très souple

Eine französische Bodenwert-Angabe. Von deutschsprachigen Buchmachern und Journalisten da und dort als "sehr weich" übersetzt, was natürlich Blödsinn ist. Bei Werten zwischen 3.8 und 4.1 (siehe auch unter Boden) sind mit die besten Bedingungen, die nahezu jedem Pferd gefallen, respektive es nicht am Erbringen einer guten Leistung hindern.

 

 

Z

 

Zielfoto

Der Zieleinlauf wird auf dem Zielfilm festgehalten, so dass bei knappen Ankünften überprüft werden kann, wer denn nun effektiv die Nase (und darauf kommt es im wahrsten Sinn des Wortes an) vorne hatte. Wenn auch auf der Vergrösserung des Zielfotos kein Unterschied zwischen zwei (oder mehreren! alles schon da gewesen...) Pferden auszumachen ist (weil sie tatsächlich gleichzeitig ins Ziel gekommen sind oder eines die Nase des anderen so "geschickt" verdeckt), wird auf "totes Rennen" (siehe auch dort) entschieden.

 


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Kontakt
horsebetting.ch